
Südtirol hat diese besondere Art, einen sofort runterzufahren. Kaum ist man zwischen Weinbergen, Bergen und kleinen Wasserläufen unterwegs, fühlt sich alles ein bisschen leichter an. Genau so war es auch auf dem Marlinger Waalweg und Höhenweg bei Meran.
Wir waren zu zweit unterwegs und wollten eigentlich eine entspannte Genusswanderung machen. Also nichts mit „Gipfelhelden-Modus ab Minute eins“, sondern eher: gemütlich losgehen, schöne Ausblicke sammeln, Südtirol einatmen und unterwegs schauen, was der Tag so bringt.
Kleiner Spoiler: Der Tag brachte erst viel Genuss und später dann doch noch ein paar Höhenmeter, bei denen man merkt, dass Südtirol nicht nur hübsch aussieht, sondern auch Beine machen kann.
Start am Apparthotel Calma

Unser Startpunkt war richtig praktisch: das Apparthotel Calma. Von dort aus mussten wir nicht erst groß planen, fahren oder kompliziert suchen. Die Wanderung begann fast direkt vor der Tür.
Das ist genau die Art von Start, die ich liebe. Schuhe an, Rucksack auf, Trinkflasche einpacken, kurz schauen, ob die Powerbank dabei ist – und los. Kein Parkplatzstress, kein „Wo müssen wir jetzt hin?“, kein dreimaliges Umdrehen, weil man doch wieder irgendwas vergessen hat.
Gerade bei warmem Wetter ist so ein Start Gold wert. Sonnenhut auf, Wasser mitnehmen und lieber früh genug los, bevor die Mittagssonne aus „schön warm“ plötzlich „wer hat den Backofen angemacht?“ macht.
Hoteltipp für diese Wanderung:
Unser Start am Apparthotel Calma war richtig angenehm, weil wir fast direkt von der Unterkunft aus loslaufen konnten. Genau das macht solche Touren entspannter: Schuhe an, Rucksack mitnehmen und ohne langes Suchen direkt rein ins Südtirol-Gefühl.
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Was ist ein Waalweg überhaupt?

Waalwege gehören zu Südtirol wie Apfelplantagen, Weinberge und dieser Moment, in dem man sich fragt, warum man nicht öfter hier ist.
Die Waale sind alte Bewässerungskanäle, die früher genutzt wurden, um die trockenen Hänge und Weinberge mit Wasser zu versorgen. Neben diesen Kanälen verlaufen schmale Wege, auf denen früher die Waaler unterwegs waren, um nach dem Wasser zu schauen.
Heute sind genau diese Wege perfekt für alle, die gerne entspannt wandern: meist angenehm zu gehen, oft mit Schatten, immer wieder mit Wasserplätschern neben sich und dazu dieser Blick über das Meraner Land.
Kurz gesagt: Waalwege sind die gemütliche Seite des Wanderns. Zumindest am Anfang.
Durch Weinberge, Wasserplätschern und Südtirol-Gefühl

Der erste Teil der Tour war genau das, was man sich unter Genusswandern in Südtirol vorstellt. Der Marlinger Waalweg führte uns durch Weinberge, vorbei an viel Grün, kleinen Wasserläufen und immer wieder mit schönen Blicken Richtung Meran.
Das Plätschern des Wassers macht dabei mehr mit einem, als man denkt. Man läuft automatisch ruhiger, schaut mehr nach links und rechts und hat nicht dauernd das Gefühl, irgendwo schnell ankommen zu müssen.
Die Wege waren angenehm, die Stimmung leicht und irgendwann kommt dieser Punkt, an dem man merkt: Genau dafür macht man solche Touren. Nicht für Rekorde, sondern für diese Mischung aus Bewegung, Aussicht und kleinen Momenten, die hängen bleiben.
Vorbei an Schloss Lebenberg und durch den besten natürlichen Sonnenschutz Südtirols

Unterwegs kamen wir auch ganz in der Nähe von Schloss Lebenberg vorbei. Das Schloss, auch Castel Monteleone genannt, liegt oberhalb von Tscherms und gehört zu den bekannten Schlossanlagen im Meraner Land. Besonders spannend: Besichtigungen sind nur mit Führung möglich, und im Inneren sollen unter anderem der Rittersaal mit dem großen Stammbaum, der Spiegelsaal und die alten Schlossräume sehenswert sein.
Für uns war es diesmal eher ein schöner „Oh, da steht ja plötzlich ein Schloss zwischen den Weinbergen“-Moment. Genau solche kleinen Überraschungen machen Südtirol einfach aus.
Und dann waren da natürlich noch die Weinreben. Die sind auf so einer Wanderung nicht nur hübsch fürs Foto, sondern bei warmem Wetter auch ziemlich praktisch. Der Schatten unter den Reben war zwischendurch wirklich Gold wert. Man läuft nicht komplett in der prallen Sonne, bekommt dieses typische Südtirol-Gefühl und fühlt sich kurz so, als hätte jemand den Wanderweg mit natürlicher Klimaanlage ausgestattet.
Kleine Beichte am Rande: Wir haben unterwegs tatsächlich ein paar Weintrauben probiert. Streng genommen war das natürlich nicht der offizielle Verkostungsbereich und definitiv keine Empfehlung zum Nachmachen. Aber in dem Moment standen wir da, leicht verschwitzt, sehr begeistert und dachten uns: „Eine kleine Südtirol-Traube wird die Welt schon verkraften.“
Geschmacklich? Sagen wir so: Sie passte hervorragend zur Stimmung. Rechtlich und moralisch bleibt Veylumo natürlich Team: lieber kaufen als klauen.

Die Genuss-Falle: Brotzeit, Sonne und ein bisschen zu viel „Ach komm“
Unterwegs kamen wir an einer urigen Hütte vorbei. Und ganz ehrlich: Wenn in Südtirol eine schöne Hütte in der Sonne auftaucht, ist Widerstand zwecklos.
Eine Brotzeit, ein schöner Platz, gute Stimmung – fertig ist die Wanderpause. Dazu vielleicht ein Glas Wein, weil es gerade so gut passt. Klingt perfekt. War es auch.
Aber hier kommt der kleine Veylumo-Realitätscheck: Nach Brotzeit, Sonne und Wein waren wir ehrlich gesagt nicht mehr ganz im nüchternen Bergziegen-Modus. Eher so: „Ach komm, den Höhenweg nehmen wir jetzt auch noch mit.“
Leicht angeheitert und sehr motiviert haben wir also den Marlinger Höhenweg in Angriff genommen. Südtirol sah in dem Moment noch entspannter aus als sowieso schon – der Anstieg hatte davon allerdings nichts mitbekommen. Der fragte nicht nach Brotzeit, nicht nach Wein und schon gar nicht danach, ob unsere Beine gerade lieber Siesta gemacht hätten.
Also: Pausensnacks sind super, Brotzeit sowieso. Aber beim Trinken lieber genug Wasser einplanen. Die Trinkflasche gehört auf so einer Tour definitiv in den Rucksack.

Der Höhenweg: Jetzt wird aus Genuss doch noch Sport

Nach dem entspannten Waalweg wurde die Tour deutlich wilder. Der Höhenweg machte seinem Namen alle Ehre. Plötzlich wurde es steiler, waldiger und ein gutes Stück sportlicher.
Das war kein Drama, aber man merkt: Jetzt ist es keine reine Spazierwanderung mehr. Gute Wanderschuhe sind hier wirklich sinnvoll, vor allem wenn der Untergrund mal unebener wird. Auch ein leichter Rucksack ist praktisch, damit Wasser, Snacks, Sonnenhut, Powerbank und vielleicht ein dünnes Zusatzteil gut verstaut sind.
Der Anstieg war anstrengender als der erste Teil, aber genau das hat die Tour spannend gemacht. Erst dieses gemütliche Waalweg-Gefühl, dann der kleine „Okay, jetzt arbeiten wir doch ein bisschen“-Moment.
Und oben? Der Blick war die Mühe wert. Weinberge, Apfelplantagen, Meraner Becken, Berge im Hintergrund – Südtirol kann einfach Aussicht.

Handystativ nicht vergessen
Wenn du gerne Fotos oder kurze Videos machst, nimm unbedingt ein kleines Handystativ mit. Gerade auf solchen Wegen gibt es immer wieder diese Stellen, an denen man nicht nur schnell ein Bild knipsen will, sondern wirklich ein schönes Erinnerungsfoto machen kann.
Zu zweit ist das besonders praktisch. Handy hinstellen, Timer an, einmal nicht hektisch posieren – und schon hat man ein Bild, auf dem nicht nur einer von beiden zu sehen ist.
Solche kleinen Helfer findest du passend zu unseren Touren und Outdoor-Ideen auf der Veylumo-Webseite.
Was du für die Tour dabeihaben solltest
Für den Marlinger Waalweg und Höhenweg würde ich es praktisch halten. Du brauchst keine halbe Expedition, aber ein paar Dinge machen den Tag deutlich entspannter:
Pausen Snaks
Gerade bei Sonne ist der Sonnenhut fast Pflicht. Der Waalweg wirkt zwar angenehm, aber Südtirol kann ordentlich warm werden. Und wenn später der Höhenweg kommt, ist man froh über jedes bisschen Vorbereitung.
Fazit: Südtirol-Genuss mit verdienter Pool-Abkühlung
Der Marlinger Waalweg und Höhenweg ist eine richtig schöne Mischung aus Genusswandern und echter Bewegung. Der erste Teil ist ruhig, mediterran und fast schon meditativ. Der zweite Teil fordert mehr, belohnt aber mit starken Ausblicken über das Meraner Land.
Für uns war es genau diese Mischung, die die Tour besonders gemacht hat: erst Wasserplätschern und Weinberge, dann Brotzeit, dann dieser leicht optimistische Höhenweg-Moment und am Ende dieses gute Gefühl, wirklich unterwegs gewesen zu sein.
Und ganz ehrlich: Als wir zurück im Hotel waren, wartete der abkühlende Pool genau im richtigen Moment. Nach Brotzeit, Sonne, Höhenweg und ein paar sportlichen „Warum machen wir das eigentlich?“-Gedanken hatten wir uns diese Abkühlung mehr als verdient.
Wenn du Südtirol liebst, gerne wanderst und eine Tour suchst, die mehr bietet als nur einen Spaziergang, dann ist der Marlinger Waalweg mit Höhenweg eine starke Idee für deinen nächsten Meran-Aufenthalt.

Eckdaten zur Tour
Name: Marlinger Waalweg und Höhenweg
Region: Südtirol, Meran / Marling
Art: Aussichtsreiche Rundwanderung
Länge: ca. 7,75 km
Höhenmeter: ca. 410 m
Charakter: Genussvoller Waalweg mit sportlicherem Höhenweg
Empfehlung: Gute Schuhe, Wasser, Sonnenhut und etwas Kondition einplanen

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