Eine Salfains Wanderung zwischen stillem Almweg, weitem Inntalblick und der wilden Kulisse der Kalkkögel.
Wir waren wegen des berühmten Salfeinssees gekommen – mit dem Bild einer perfekten Bergspiegelung im Kopf. Bei unserer Wanderung war der See allerdings nur ungefähr halb gefüllt. Die erhoffte Spiegelung blieb aus, doch genau dadurch wurde die Tour ehrlicher und persönlicher als erwartet.
Unsere Runde führte vom Parkplatz Kaserl über die Salfains Alm hinauf nach Salfains und zum Salfeinssee. Danach ging es weiter zur Kemater Alm und entlang des Sendersbachs zurück.

Unsere Runde auf einen Blick
Route: Parkplatz Kaserl – Salfains Alm – Salfains – Salfeinssee – Kemater Alm – Sendersbach – Wanderparkplatz
Besonders: Inntalblick, Nordkette, Sellraintal und Kalkkögel
Mit Hund: Für uns gut machbar; auf den Kuhweiden blieb unser Hund an der Leine.
Wetter: Bei unserer Tour wechselhaft, mit Regen in Reichweite.
Hinweis aus unserer damaligen Vor-Ort-Erfahrung: Bei unserem Besuch kostete die Maut 5 Euro. Vor Ort hörten wir außerdem, dass nur rund 160 Autos einfahren dürfen. Das sind keine garantiert aktuellen Angaben – bitte prüfe Zufahrt, Maut und Parksituation vor deiner Tour erneut.
Start im Senderstal
Wir fuhren über die Mautstraße ins Senderstal und starteten am Parkplatz Kaserl in Richtung Kemater Alm. Bei unserem Besuch bezahlten wir 5 Euro Maut. Weil die Parkmöglichkeiten begrenzt waren, waren wir froh, rechtzeitig einen Platz gefunden zu haben.
Schon am Anfang war das Wetter schwer einzuschätzen. Es blieb wechselhaft, und Regen war immer möglich. Wanderschuhe, Brotzeit, Wasser, eine Trinkflasche für den Hund, Powerbank, Handystativ und Regenponcho waren deshalb bewusst im Gepäck.
Die stille Salfains Alm
Der Weg zur Salfains Alm fühlte sich ruhig und ursprünglich an. Die Alm ist privat und nicht bewirtschaftet. Gerade deshalb wirkte dieser Abschnitt nicht wie ein klassischer Einkehrstopp, sondern wie ein stiller Teil der Landschaft.

In der Nähe entdeckten wir außerdem die Reste einer alten Steinhütte. Zwischen Gras, Steinen und Bergen war das einer dieser unspektakulären, aber echten Momente, die von einer Wanderung hängen bleiben.

Salfains: weiter Blick statt großer Inszenierung
Weiter oben öffnete sich die Landschaft. Salfains fühlte sich weich, grün und weit an. Gegenüber lag die Nordkette, unter uns das Inntal, und auch das Sellraintal blieb immer wieder im Blick.

Wer eine weitere persönlich erlebte Tour in der Region sucht, findet bei Veylumo auch die Wanderung von der Axamer Lizum zum Birgitzköpflhaus.
Salfeinssee: anders als erwartet
Der Salfeinssee war der Grund, warum wir diese Wanderung geplant hatten. Auf bekannten Bildern wirkt er wie ein stiller Spiegel für die Berge. Bei unserer Tour sah die Realität anders aus: Der See war ungefähr halb gefüllt, die perfekte Spiegelung blieb aus.
Natürlich war das im ersten Moment eine kleine Enttäuschung. Trotzdem war der Ort schön – nur eben nicht wie auf dem erwarteten Postkartenmotiv. Zwischen Wolken, nassem Gras und dem tatsächlichen Wasserstand wirkte der Salfeinssee bei unserer Wanderung besonders ehrlich.

Inntalblick und Nordkette
Der stärkste Moment dieser Salfains Wanderung war für uns der Blick ins Inntal. Das wechselhafte Wetter machte die Aussicht nicht schlechter, sondern tiefer: feuchte Luft, dunklere Berge und die Nordkette gegenüber.
Mehr Bergtag als Postkarte – und gerade deshalb blieb dieser Blick besonders in Erinnerung.

Wandern mit Hund und Kuhweiden
Für uns war die Runde mit Hund gut machbar. Auf den Kuhweiden blieb er an der Leine. Wir hielten Abstand, gingen ruhig weiter und planten Pausen ein.
Diese persönliche Erfahrung ersetzt keine aktuelle Einschätzung vor Ort: Tiere, Wetter und Wegverhältnisse können sich ändern. Rücksicht und genügend Abstand waren für uns auf dieser Tour entscheidend.

Brotzeit mit Bergblick
Unterwegs fanden wir schöne Plätze für unsere Brotzeit. Kurz stehen bleiben, ins Inntal schauen und die Stimmung aufnehmen – diese Pause gehörte für uns zu den schönsten Teilen der Wanderung.

Kemater Alm und die Kalkkögel
Auf dem Weg zur Kemater Alm veränderte sich die Landschaft deutlich. Nach den weichen Grasflächen von Salfains stand plötzlich die markante Felskulisse der Kalkkögel vor uns.
Dieser Kontrast machte den Abschnitt besonders: erst weite Almflächen, dann die gewaltigen, schroffen Felsen rund um die Kemater Alm.

Rückweg am Sendersbach
Von der Kemater Alm ging es für uns am Sendersbach zurück. Das Wasser, der Wald und der ruhigere Weg waren ein passender Abschluss nach den offenen Höhen und der Felskulisse der Kalkkögel.

Falls du danach noch eine ganz andere Tiroler Klamm erleben möchtest, lies auch unseren Bericht zur Ehnbachklamm bei Zirl.
Was bei unserer Tour praktisch war
Für unsere Wanderung waren vor allem feste Schuhe, wetterfeste Kleidung und eine einfache Foto-Lösung hilfreich. Der Regenponcho blieb fast unbenutzt – bei dem wechselhaften Wetter waren wir trotzdem froh, ihn dabeizuhaben.
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Praktisch dabei für diese Wanderung
Für sicheren Halt auf feuchten Wegen und wechselndem Untergrund.
Trekkingschuhe ansehen

Als leichte Reserve bei dem wechselhaften Wetter unserer Tour.
Regenponcho ansehen

Für gemeinsame Fotos und Videos an See, Aussichtspunkten und vor den Kalkkögeln.
Handystativ ansehen

Unterkünfte rund um Axams, Sellrain und Innsbruck
Wer für die Salfeinssee Wanderung anreist oder weitere Touren rund um Axams, das Sellraintal und Innsbruck verbinden möchte, kann hier nach einer passenden Unterkunft in der Region suchen.
Mein Fazit zur Salfains und Salfeinssee Wanderung
Diese Tour war nicht das perfekte Instagram-Bild, das wir vor Augen hatten. Der Salfeinssee war nur ungefähr halb gefüllt, das Wetter blieb wechselhaft und die berühmte Spiegelung zeigte sich nicht.
Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – war es eine Wanderung, die in Erinnerung bleibt: die stille Salfains Alm, der weite Inntalblick, die Nordkette, die Kalkkögel, die Kemater Alm und der ruhige Rückweg am Sendersbach.
Für uns war es ein ehrlicher Bergtag mit Hund, Brotzeit und vielen unterschiedlichen Landschaften.
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