
Manchmal plant man eine Wanderung wegen eines ganz bestimmten Bildes.
Bei uns war es der Salfeinssee.
Dieser kleine See unterhalb von Salfains, den man auf Pinterest und Instagram immer wieder sieht: ruhiges Wasser, perfekte Spiegelung, dahinter die wilden Zacken der Kalkkögel. Genau dieses Motiv hatten wir im Kopf.
Nur war der See bei unserer Tour nicht voll.
Er war ungefähr zur Hälfte gefüllt.
Kein perfekter Spiegel.
Kein klassischer Instagram-Moment.
Kein Bild wie aus dem Wanderkalender.
Und trotzdem war diese Runde richtig schön.
Vielleicht sogar genau deshalb.
Denn die Wanderung auf Salfains, vorbei an der Salfains Alm, weiter zum Salfeinssee, hinunter zur Kemater Alm und zurück entlang am Sendersbach lebt nicht nur von einem einzigen Fotospot.
Sie lebt von der Weite.
Vom Blick über das Inntal.
Von grünen Almflächen.
Von Wetter, das nicht ganz mitspielt.
Von Brotzeit mit Aussicht.
Von Hundeglück an der Leine.
Und von dieser gewaltigen Felskulisse bei der Kemater Alm.
Für uns war es keine extreme Tour, sondern eine entspannte Runde mit richtig viel Landschaft.

Kurz & knapp
Start: Parkplatz Kaserl im Senderstal Richtung Kemater Alm
Maut: bei unserer Tour 5 €
Info vor Ort: begrenzte Einfahrt, bei uns war von 160 Autos die Rede – wenn voll ist, ist voll
Route: Parkplatz Kaserl – Salfains Alm – Salfains – Salfeinssee – Kemater Alm – Sendersbach – Wanderparkplatz
Mit Hund: aus unserer Sicht gut machbar, aber unbedingt anleinen
Wichtig: Kuhweiden, Abstand zu Weidetieren, Hund kontrolliert führen
Wetter bei uns: unbeständig, Regen möglich
Highlight: Aussicht über das Inntal und die Kalkkögel bei der Kemater Alm
Nicht vergessen: gute Wanderschuhe, Brotzeit, Wasser, Hundetrinkflasche, Powerbank, Handystativ und Regenponcho
Über die Mautstraße zum Wanderparkplatz
Wir sind die Mautstraße hoch zum Wanderparkplatz gefahren.
Bei unserer Tour lag die Maut bei 5 €. Für uns war das absolut sinnvoll, weil man dadurch schon deutlich höher startet und nicht erst lange aus dem Tal aufsteigen muss.
Trotzdem: Zu spät sollte man nicht kommen.
Die Parkmöglichkeiten sind begrenzt. Bei uns war vor Ort die Info, dass nur eine bestimmte Anzahl Autos hoch darf. Wenn voll ist, ist voll. Gerade bei einem bekannten Ziel wie dem Salfeinssee kann das an schönen Tagen schnell passieren.
Bei uns war es entspannt.
Auto abstellen.
Rucksack auf.
Hund an die Leine.
Und los.

Vorbei an der Salfains Alm

Beim Aufstieg kommt man an der Salfains Alm vorbei.
Das ist keine bewirtschaftete Einkehralm, sondern eine private Alm. Man setzt sich dort also nicht auf eine Terrasse und bestellt Kaiserschmarrn. Aber genau deshalb hatte dieser Abschnitt für mich etwas Besonderes.
Neben der Alm steht eine eingestürzte alte Steinhütte.
Kein perfekter Fotospot.
Kein Ort, der laut nach Aufmerksamkeit ruft.
Eher ein stiller Moment am Weg.
Ich mag solche Stellen. Sie zeigen, dass eine Wanderung nicht nur aus Aussichtspunkten und bekannten Motiven besteht. Da ist auch Wetter, Zeit, Arbeit, Verfall und echtes Almleben.
Wir sind kurz langsamer geworden, haben rübergeschaut und sind dann weiter.
Danach öffnen sich die Hänge langsam, und man merkt: Jetzt kommt der weite Teil der Tour.

Salfains: sanfter Berg, große Aussicht
Salfains ist kein harter, schroffer Gipfel.
Er wirkt eher weich. Grasbewachsen, offen und weit.

Genau das macht den Aufstieg angenehm. Man läuft über Almflächen und offene Hänge, ohne dass die Tour extrem wirkt. Trotzdem bekommt man oben dieses echte Berggefühl.
Je höher man kommt, desto mehr zieht der Blick auf.
Erst sieht man nur Teile vom Tal.
Dann wird es weiter.
Und irgendwann liegt das Inntal unter einem.
Die Nordkette steht gegenüber, das Sellraintal zieht sich in die Berge, und rundherum fühlt sich alles plötzlich größer an.
Für mich war das einer der stärksten Momente der Runde.
Nicht laut.
Nicht spektakulär im künstlichen Sinn.
Einfach weit.
Salfeinssee: bekanntes Motiv, aber bei uns anders

so sollte er aussehen!
Der Salfeinssee ist der Grund, warum viele diese Wanderung machen.
Wenn genug Wasser im See ist und das Wetter passt, spiegeln sich die Kalkkögel darin. Dieses Motiv ist bekannt: kleiner See, ruhige Oberfläche, schroffe Bergzacken im Hintergrund.
Bei uns war der See nur ungefähr halb voll.
Natürlich denkt man im ersten Moment kurz: Schade.
Man kennt die Bilder. Man hat das perfekte Motiv im Kopf. Und dann steht man dort und merkt: Heute sieht es anders aus.
Aber das hat die Tour nicht kaputt gemacht.
Der Ort war trotzdem schön. Ruhiger vielleicht. Weniger perfekt. Dafür echter.
Der See war nicht der große Instagram-Moment, den man erwartet. Aber die Stimmung dort oben hatte trotzdem etwas. Gerade mit den Wolken, dem nassen Gras und dem Blick über die Berge wirkte alles ehrlicher.
Nicht jede Wanderung muss aussehen wie auf Pinterest.
Manchmal reicht es, dass sie sich gut anfühlt.

so war es bei uns!
Der Blick über das Inntal
Für mich war der stärkste Moment nicht der See.
Es war der Blick über das Inntal.
Oben auf Salfains öffnet sich die Landschaft so weit, dass man automatisch stiller wird. Man schaut hinunter, sieht die Bergketten, die Wolken, die grünen Hänge und merkt, warum diese Tour so beliebt ist.
Bei uns war das Wetter unbeständig. Es hatte geregnet, die Luft war feucht, die Farben wirkten dunkler und die Berge hatten mehr Tiefe.
Klar, Sonne wäre schön gewesen.
Aber diese Stimmung hatte auch etwas.
Mehr Bergtag als Postkarte.
Für solche Momente lohnt sich ein Handystativ wirklich. Nicht, weil man dauernd Content machen muss, sondern weil man diese Aussicht einmal sauber festhalten möchte. Ohne das Handy auf einen Stein zu legen. Ohne schiefe Bilder. Ohne ständig jemanden fragen zu müssen.

Mit Hund unterwegs
Mit Hund war die Runde für uns gut machbar.
Der Weg ist nicht übertrieben technisch, und die offenen Almflächen sind angenehm zu laufen. Aber: Man geht durch Kuhweiden.
Deshalb gehört der Hund an die Leine.
Nicht diskutieren. Nicht „der tut nichts“. Einfach anleinen, Abstand halten und ruhig bleiben.
Kühe, Almflächen und Hunde sind eine Kombination, bei der man aufmerksam unterwegs sein sollte. Für unseren Hund war die Runde entspannt, aber wir haben ihn kontrolliert geführt und genug Pausen gemacht.
Eine Hundetrinkflasche ist hier sehr praktisch. Gerade auf Almwegen oder bei längeren Pausen kann man schnell Wasser geben, ohne lange im Rucksack zu suchen.

Regenponcho: kaum gebraucht, aber froh, dass er dabei war
Wir hatten den Poncho dabei.
Richtig gebraucht haben wir ihn am Ende kaum. Aber wir waren trotzdem froh, dass er im Rucksack war.
Das Wetter war einfach unbeständig. Mal sah es harmlos aus, dann kam wieder Regenstimmung rein. Gerade auf offenen Almflächen fühlt sich Wetter anders an als unten im Tal.
Und genau deshalb würde ich ihn wieder mitnehmen.
Nicht, weil man ihn immer braucht.
Sondern weil man entspannter läuft, wenn man weiß: Falls es umschlägt, bin ich vorbereitet.
Ein leichter Regenponcho nimmt nicht viel Platz weg, kann aber den Unterschied machen, wenn man oben doch länger im Wind oder Regen steht.
Brotzeit nicht vergessen

Ein klarer Tipp: Nimm dir Brotzeit mit.
Es gibt unterwegs richtig schöne Stellen für eine Pause. Gerade mit Blick über das Inntal schmeckt eine einfache Brotzeit plötzlich besser als vieles, was man unten schnell irgendwo kauft.
Rucksack absetzen.
Hund runterkommen lassen.
Trinkflasche raus.
Brotzeit auspacken.
Kurz nichts müssen.
Das war für uns einer der schönsten Teile der Tour.
Nicht nur laufen.
Nicht nur Fotos.
Einfach draußen sitzen.
Für genau solche Touren ist ein kleiner Tagesrucksack ideal. Wasser, Brotzeit, Poncho, Hundetrinkflasche, Powerbank und vielleicht eine leichte Schicht – mehr braucht es meistens nicht.
Kemater Alm: plötzlich steht diese Felswand vor dir

Nach Salfains und Salfeinssee verändert sich die Landschaft nochmal komplett.
Oben ist alles grün, weich und weit.
Unten bei der Kemater Alm steht plötzlich dieses gewaltige Gipfelmassiv vor dir.
Die Kalkkögel wirken dort richtig mächtig. Steil, hell, kantig und fast wie eine Wand. Man versteht sofort, warum diese Felsen oft als „Nordtiroler Dolomiten“ beschrieben werden.
Für mich war das fast der zweite Höhepunkt der Wanderung.
Erst der weite Blick über das Inntal.
Dann der kleine See.
Dann diese Felskulisse bei der Alm.
Die Kemater Alm ist deshalb nicht nur ein Ort zum Einkehren. Sie ist ein Stimmungspunkt. Man kommt hin und bleibt automatisch kurz stehen.
Weil diese Berge einfach wirken.
Zurück entlang am Sendersbach

Von der Kemater Alm ging es für uns entspannt zurück Richtung Wanderparkplatz.
Und dieser Rückweg war schöner, als man vielleicht erwartet.
Man läuft entlang am Sendersbach, der sich durch das Tal seinen Weg bahnt. Kein dramatischer Abschluss, kein letzter großer Gipfelmoment – eher ein ruhiges Auslaufen nach einer starken Runde.
Wasser neben dem Weg.
Berge um einen herum.
Der Hund läuft entspannt mit.
Die großen Bilder sind schon im Kopf.
Nach Salfains, Salfeinssee und der Kemater Alm fühlt sich dieser Abschnitt richtig angenehm an.
Für mich war das kein bloßer Rückweg zum Auto.
Es war der ruhige Abschluss der Tour.

Was du wirklich brauchst
Die Packliste für diese Wanderung muss nicht lang sein.
Unsere kurze Veylumo-Packliste für Salfains, Salfeinssee und Kemater Alm:
- Regenponcho oder leichte Regenjacke
- gute Wanderschuhe
- Tagesrucksack
- Trinkflasche
- Hundetrinkflasche
- Brotzeit
- Handystativ
- Powerbank
Gute Schuhe sind bei Regen und auf Almwegen selbstverständlich. Der Poncho war bei uns beruhigend, auch wenn wir ihn kaum gebraucht haben. Die Brotzeit lohnt sich wegen der schönen Rastplätze. Und die Powerbank ist praktisch, wenn du viel fotografierst, filmst oder navigierst.
Unsere Veylumo-Empfehlungen für diese Tour
Passende Helfer für diese Wanderung findest du im Veylumo-Shop:
Regenponcho ansehen
Für unbeständiges Wetter, offene Almflächen und spontane Regenschauer.
Wanderschuhe ansehen
Für sicheren Halt auf Almwegen, feuchten Pfaden und Naturwegen.
Tagesrucksack ansehen
Für Brotzeit, Wasser, Regenzeug, Hundesachen und kleine Outdoor-Basics.
Hundetrinkflasche ansehen
Damit dein Hund unterwegs entspannt trinken kann.
Handystativ ansehen
Für Panorama-Fotos am Salfeinssee, auf Salfains und bei der Kemater Alm.
Trinkflasche ansehen
Für dich selbst, besonders bei längeren Pausen.
Powerbank ansehen
Für Handy, Fotos, Videos, Navigation und längere Outdoor-Tage.
Für wen diese Wanderung passt
Diese Tour passt sehr gut, wenn du:
- eine aussichtsreiche Wanderung in Tirol suchst
- den Salfeinssee sehen möchtest
- gerne mit Hund unterwegs bist
- Inntalblick und Kalkkögel-Panorama magst
- eine entspannte Runde statt extremer Bergtour möchtest
- Brotzeit mit Aussicht liebst
- eine Alm als Ausklang schön findest
- auch bei wechselhaftem Wetter draußen sein willst
Sie ist keine harte Gipfeltour, aber sie hat genug Berggefühl, um lange im Kopf zu bleiben.
Hinweis
Einige Links auf dieser Seite sind Affiliate-Links. Wenn du darüber kaufst, erhalte ich ggf. eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.
Mein Fazit
Die Wanderung auf Salfains, zum Salfeinssee und weiter zur Kemater Alm war für uns keine perfekte Instagram-Tour.
Der See war nur halb voll.
Das Wetter war unbeständig.
Der Poncho blieb im Rucksack.
Und trotzdem waren wir froh, ihn dabei zu haben.
Genau das macht diese Runde für mich so ehrlich.
Sie lebt nicht nur vom bekannten See-Motiv. Sie lebt von der Salfains Alm beim Aufstieg, vom Blick über das Inntal, von den grünen Almflächen, von der Brotzeitpause, von der mächtigen Felskulisse bei der Kemater Alm und vom entspannten Rückweg am Sendersbach.
Mit Hund war die Tour für uns gut machbar, solange man die Leine ernst nimmt und auf den Kuhweiden respektvoll unterwegs ist.
Für mich ist das ein echter Veylumo-Moment:
Nicht perfekt inszeniert.
Nicht übertrieben.
Nicht nur für ein Foto.
Sondern rausgehen, Wetter annehmen, Aussicht genießen und merken:
Auch eine entspannte Runde kann sich wie ein richtig guter Bergtag anfühlen.


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