
Manchmal muss eine Wanderung nicht höher, schneller oder spektakulärer sein.
Manchmal reicht es, vor der eigenen Haustür loszugehen und einen Weg bewusst so zu laufen, als würde man ihn zum ersten Mal sehen.
Wir wohnen in Mittenwald. Für diesen Blog haben wir die Tour aber ganz bewusst so dokumentiert, wie sie für euch am einfachsten funktioniert: Start am Bahnhof Mittenwald, dann durch die Altstadt, durch das historische Gries, vorbei an der großen Geige und weiter durch das Laintal hinauf zum Lautersee und Ferchensee.
Und genau das macht diese Wanderung so schön.
Du bekommst Mittenwald, Geschichte, Wasser, Wald, Bergseen, Panorama, Einkehr und Hundetauglichkeit in einer einzigen entspannten Route. Keine harte Gipfeltour. Kein Stress. Kein extremes Gelände. Sondern ein richtig schöner Outdoor-Tag, der sich nach Urlaub anfühlt, auch wenn man direkt im Ort startet.
Kurz & knapp
Start: Bahnhof Mittenwald
Route: Bahnhof – Altstadt – Im Gries – große Geige – Laintal – Lautersee – Ferchensee
Geeignet für: entspannte Wanderer, Hundehalter, Familien, Kurzurlauber und alle, die Mittenwald zu Fuß erleben wollen
Mit Hund: aus unserer Sicht sehr gut machbar
Besonders schön: Laintal, Lainbach, Lautersee, Ferchensee und Bergpanorama
Einkehr: Lautersee, Ferchensee und zurück in Mittenwald
Unser Abschluss: Essen in der Alpenrose – extrem gutes Essen, starke Bedienung und schöne Location
Wichtig bei warmem Wetter: Sonnenhut, Sonnenschutz und genug Wasser einpacken
Für Fotos: Handystativ lohnt sich am Lautersee und Ferchensee richtig
Start am Bahnhof Mittenwald: perfekt für alle, die ohne Auto kommen.

Auch wenn wir in Mittenwald wohnen: Für diesen Beitrag starten wir die Tour bewusst am Bahnhof.
Warum?
Weil es für viele Besucher der einfachste und logischste Startpunkt ist. Du kommst mit dem Zug an, steigst aus und bist direkt mitten drin. Kein Parkplatzsuchen, kein Umweg, kein komplizierter Einstieg.
Vom Bahnhof geht es Richtung Ortszentrum. Schon nach wenigen Minuten merkt man, dass diese Wanderung anders beginnt als viele klassische Bergtouren. Man startet nicht direkt im Wald, sondern erst einmal mitten durch Mittenwald.
Und das ist ein Vorteil.
Denn bevor das Laintal und die Seen kommen, bekommst du erst den Ort mit: die Fassaden, die Gassen, die Berge im Hintergrund und dieses typische Mittenwald-Gefühl zwischen Alpen, Geschichte und Handwerk.
Tipp für deinen Mittenwald-Aufenthalt:
Wenn du nicht aus der Umgebung kommst, lohnt sich eine Übernachtung in Mittenwald. So kannst du die Altstadt, das Gries, das Laintal und die Seenrunde ganz entspannt erleben – ohne lange Anreise am Morgen.
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Durch die Altstadt und das Gries: Mittenwald wie ein lebendiges Bilderbuch
Der Weg führt durch den alten Ortskern und weiter in den Bereich Im Gries.
Für mich ist das einer der schönsten Starts für eine Wanderung in Mittenwald. Nicht, weil es hier laut oder spektakulär ist, sondern weil der Ort sofort Atmosphäre hat.
Enge Gassen.
Historische Häuser.
Lüftlmalerei an den Fassaden.
Kleine Details, die man viel zu schnell übersieht.
Die Lüftlmalereien machen Mittenwald fast zu einer Open-Air-Galerie. Viele Fassaden erzählen Geschichten aus Alltag, Handwerk, Religion oder der alten Ortsgeschichte. Genau deshalb lohnt es sich, hier nicht einfach nur durchzumarschieren.
Gerade wenn du von auswärts kommst, ist dieser Abschnitt mehr als nur der Weg zum Wanderweg.
Er ist der erste Teil der Tour.
Die große Geige: kurzer Fotostopp mit Mittenwald-Gefühl

Direkt am Weg liegt die große Holzgeige.
Sie ist ein beliebtes Fotomotiv, aber sie steht auch für das, was Mittenwald bis heute besonders macht: den Geigenbau.
Mittenwald ist seit Jahrhunderten eng mit diesem Handwerk verbunden. Der Ort ist nicht nur wegen Karwendel, Wetterstein und Wanderwegen bekannt, sondern auch wegen seiner Geigenbau-Tradition.
Deshalb passt dieser Stopp so gut in die Route.
Erst Bahnhof.
Dann Altstadt.
Dann Gries.
Dann die große Geige.
Und erst danach geht es langsam raus aus dem Ort und hinein ins Laintal.

Durch das Laintal: Schatten, Wasser und sofort weniger Tempo
Hinter Mittenwald verändert sich die Stimmung ziemlich schnell.
Der Ort wird leiser.
Die Häuser bleiben zurück.
Das Wasser wird lauter.
Das Laintal ist für mich der Abschnitt, in dem die Tour richtig anfängt, sich nach Erholung anzufühlen. Der Lainbach begleitet den Weg, die Luft wird kühler und an warmen Tagen ist der Schatten im Tal richtig angenehm.
Mit Hund war dieser Teil für uns super entspannt. Der Weg ist nicht übertrieben steil, nicht technisch schwierig und hat trotzdem genug Naturgefühl, damit es nicht nach normalem Spaziergang wirkt.
Trotzdem wichtig: Bei warmem Wetter genug Wasser mitnehmen. Für dich und für den Hund. Eine Hundetrinkflasche ist hier wirklich praktisch, weil du unterwegs schnell und sauber Wasser geben kannst, ohne lange herumzukramen.

Lainbach-Wasserfall und Lourdesgrotte: kleine Highlights am Weg

Im Laintal gibt es genau diese kleinen Momente, die eine einfache Wanderung besonders machen.
Der Lainbach-Wasserfall bringt Bewegung, Geräusch und Frische in den Weg. Je nach Wetter und Jahreszeit wirkt er mal ruhiger, mal kräftiger. Besonders nach Regen oder zur Schneeschmelze kann er deutlich eindrucksvoller sein.
Dazu kommt die Lourdesgrotte.
Sie liegt direkt in der Felslandschaft und wirkt ganz anders als der Wasserfall. Ruhiger. Kühler. Still.
Genau diese Mischung macht das Laintal stark: Wasser, Felsen, Schatten, kleine Pausenmomente und trotzdem ein entspannter Weg.
Kein extremes Abenteuer.
Aber ein sehr schöner Übergang vom Ort in die Natur.

Kapelle Maria Königin: wenn sich das Tal öffnet

Nach dem Laintal wird die Landschaft offener.
Die Enge des Tals löst sich langsam auf, der Weg wird heller und die Bergwiesen kommen näher. In diesem Bereich liegt die Kapelle Maria Königin nahe dem Lautersee.
Sie ist kein riesiges Ziel, aber ein schöner Zwischenpunkt. Einer dieser Orte, an denen man kurz stehen bleibt, durchatmet und merkt, dass die Tour jetzt in ihren zweiten Teil übergeht.
Erst Mittenwald und Gries.
Dann Laintal und Wasserfall.
Dann Kapelle und offene Landschaft.
Und danach: Lautersee.
Der Weg baut sich richtig schön auf.

Lautersee: oben ankommen und einfach kurz bleiben

Am Lautersee merkt man sofort, warum diese Wanderung so beliebt ist.
Das Wasser liegt ruhig zwischen Wiesen und Bergen, im Hintergrund steht die Alpenkulisse, und je nach Licht spiegelt sich alles so schön, dass man automatisch zum Handy greift.
Hier lohnt es sich, nicht direkt weiterzulaufen.
Setz dich kurz hin.
Trink etwas.
Lass den Hund pausieren.
Schau auf den See.
Gerade bei warmem Wetter solltest du an Sonnenhut und Sonnenschutz denken. Im Laintal ist es noch angenehm schattig, aber oben an den Seen gibt es offene Stellen, an denen die Sonne deutlich stärker wirkt.
Und wenn es richtig warm ist: Badeanzug oder Badehose nicht vergessen.
Es gibt kaum etwas Ärgerlicheres, als oben am See zu stehen, das Wasser zu sehen und dann zu merken, dass die Badesachen zuhause liegen.
Warum ein Handystativ am Lautersee und Ferchensee Sinn macht
Normalerweise packt man ein Handystativ vielleicht nicht für jede kleine Wanderung ein.
Hier würde ich es aber mitnehmen.
Am Lautersee und Ferchensee gibt es viele Fotomomente: Seeufer, Bergpanorama, Pausenbilder, Hund am Wasser, Wege durch die Landschaft und diese typischen Mittenwald-Blicke, die man später wirklich gern noch einmal anschaut.
Der Klassiker ist immer gleich:
Der Ausblick ist perfekt.
Alle sind da.
Aber niemand soll schon wieder das Foto machen.
Mit einem kleinen Handystativ oder Selfiestick kannst du genau diese Momente viel entspannter festhalten. Kein Handy unsicher auf einen Stein legen. Kein schiefer Winkel. Kein ständiges Fragen.
Für Pinterest, Instagram, TikTok oder einfach private Erinnerungen ist das hier einer der sinnvollsten kleinen Helfer im Rucksack.

Weiter zum Ferchensee: ruhiger, grüner, fast wie ein Finale
Vom Lautersee geht es weiter Richtung Ferchensee.
Dieser Abschnitt fühlt sich noch einmal anders an. Es wird ruhiger, waldiger und etwas abgeschiedener. Der Ferchensee liegt eingebettet zwischen Wald, Bergkulisse und den Felswänden der Wettersteinseite.
Das Wasser wirkt je nach Licht grün bis türkis. Der See hat eine andere Stimmung als der Lautersee: etwas stiller, etwas mehr zurückgezogen, fast wie das ruhigere Finale dieser Wanderung.
Für mich ist genau das der Reiz dieser Route.
Der Lautersee ist der erste große Wow-Moment.
Der Ferchensee ist der Ort, an dem man bleiben möchte.
Wenn du Zeit hast, plane hier nicht zu knapp. Gerade an warmen Tagen ist der See perfekt für eine längere Pause, ein Bad oder einfach einen ruhigen Moment mit Bergblick.

Essen am Lautersee und Ferchensee: Pause mit Aussicht

Was diese Wanderung besonders angenehm macht: Du kannst sie sehr gut mit einer Einkehr verbinden.
Am Lautersee gibt es Möglichkeiten zum Essen und Trinken, und auch am Ferchensee kann man schön einkehren. Dadurch wird aus der Route nicht nur eine Wanderung, sondern ein kompletter entspannter Ausflug.
Nicht einfach hochlaufen und wieder runter.
Sondern ankommen.
Pausieren.
Essen.
Schauen.
Vielleicht baden.
Dann weitergehen.
Genau das passt zu dieser Tour.
Sie ist nicht für Leute, die nur Kilometer sammeln wollen. Sie ist für alle, die Mittenwald, Natur, Seen und Panorama genießen möchten.

Mit Hund unterwegs: aus unserer Sicht richtig angenehm
Mit Hund war die Wanderung für uns sehr gut machbar.
Natürlich hängt das immer vom Hund, Wetter und Tempo ab. Aber im Vergleich zu vielen steileren oder technischeren Wegen rund um Mittenwald ist diese Route deutlich entspannter.
Wichtig bleibt trotzdem:
Wasser mitnehmen.
Bei Wärme Pausen machen.
An den Seen Rücksicht nehmen.
Den Hund kontrolliert führen.
Und nicht unterschätzen, wie warm offene Abschnitte werden können.
Gerade die Kombination aus schattigem Laintal, See-Pausen und gut machbaren Wegen macht die Route für Hundehalter interessant.
Für uns war es eine Tour, bei der der Hund gut mitlaufen konnte und wir trotzdem richtig viel Landschaft bekommen haben.

Was du für diese Wanderung wirklich brauchst
Die Packliste muss hier nicht übertrieben lang sein. Diese Tour ist entspannt, aber ein paar Dinge machen sie deutlich angenehmer.
Unsere kurze Veylumo-Packliste für Mittenwald, Laintal, Lautersee und Ferchensee:
- Sonnenhut
- Sonnenschutz
- Handystativ oder Selfiestick
- bequeme Wanderschuhe
- Tagesrucksack
- Trinkflasche für dich
- Hundetrinkflasche
- Powerbank
Mehr braucht es für diese Runde meistens nicht.
Der Sonnenhut ist bei warmem Wetter besonders angenehm, weil die offenen Abschnitte an den Seen stärker in der Sonne liegen. Gute Schuhe helfen im Laintal und auf Naturwegen. Der Rucksack nimmt Wasser, Badesachen und kleine Dinge auf. Und die Powerbank ist praktisch, wenn du viele Fotos und Videos machst.
Unsere Veylumo-Empfehlungen für diese Tour
Passende Helfer für diese Wanderung findest du im Veylumo-Shop:
Sonnenhut ansehen
Für warme Tage, offene Seeufer und sonnige Abschnitte am Lautersee und Ferchensee.
Handystativ & Selfiestick ansehen
Für Fotos und Videos am Lautersee, Ferchensee und unterwegs.
Wanderschuhe ansehen
Für angenehmes Gehen auf Naturwegen, im Laintal und rund um die Seen.
Tagesrucksack ansehen
Für Wasser, Badesachen, Jacke, Snacks und kleine Outdoor-Basics.
Trinkflasche ansehen
Für dich selbst, besonders bei warmem Wetter und längeren Pausen am See.
Hundetrinkflasche ansehen
Damit dein Hund unterwegs entspannt trinken kann.
Powerbank ansehen
Für Handy, Fotos, Videos, Navigation und lange Outdoor-Tage.
Sonnenschutz ansehen
Für sonnige Abschnitte am See und warme Sommertage.
Rückweg nach Mittenwald: und danach Alpenrose

Der Rückweg führt wieder Richtung Mittenwald.
Und genau das ist schön: Man kommt nicht irgendwo anonym an einem Parkplatz raus, sondern wieder zurück in den Ort.
Nach der Wanderung waren wir in der Alpenrose essen.
Und das war wirklich stark.
Essen, Bedienung und Location haben für uns komplett gepasst. Genau so ein Abschluss macht aus einer entspannten Wanderung einen richtigen Tag.
Erst Mittenwald.
Dann Laintal.
Dann Lautersee.
Dann Ferchensee.
Dann gutes Essen zurück im Ort.
Mehr braucht es manchmal nicht.
Für wen diese Wanderung perfekt ist
Diese Tour passt perfekt, wenn du:
- eine entspannte Wanderung ab Bahnhof Mittenwald suchst
- ohne Auto starten möchtest
- mit Hund unterwegs bist
- Mittenwald, Altstadt und Natur verbinden willst
- gerne am Wasser bist
- schöne Fotos am Lautersee und Ferchensee machen möchtest
- unterwegs einkehren willst
- bei warmem Wetter baden möchtest
- keine harte Gipfeltour brauchst, aber trotzdem Bergpanorama willst
Sie ist ideal für einen halben bis ganzen Tag – je nachdem, wie lange du an den Seen bleibst und ob du badest oder einkehrst.
Hinweis
Einige Links auf dieser Seite sind Affiliate-Links. Wenn du darüber kaufst, erhalte ich ggf. eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.
Mein Fazit
Die Wanderung vom Bahnhof Mittenwald durch die Altstadt, das Gries und das Laintal zum Lautersee und Ferchensee ist eine dieser Routen, die man nicht unterschätzen sollte.
Sie ist nicht extrem.
Nicht laut.
Nicht schwierig.
Aber sie ist unglaublich rund.
Du startest mitten im Ort, bekommst Geschichte und Mittenwald-Gefühl, läufst durch das schattige Laintal, kommst an Wasserfall und Grotte vorbei, erreichst den Lautersee und stehst später am Ferchensee mit Bergpanorama.
Dazu ist die Tour mit Hund aus unserer Sicht sehr angenehm machbar.
Für uns ist es genau die Art Wanderung, die Veylumo ausmacht: draußen sein, schöne Orte entdecken, praktisch vorbereitet losgehen und den Tag nicht komplizierter machen, als er sein muss.
Manchmal liegt das Gute wirklich direkt vor der Haustür.
Man muss nur loslaufen.


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