Der Start: Blasmusik, Haflinger & die Parkplatz-Falle
Los ging’s mit der Bahn hoch in die Axamer Lizum, wo uns direkt das volle Tirol-Programm entgegenschlug: strahlender Sonnenschein, knallfrische Bergluft und zünftige Blasmusik. Was viele gar nicht auf dem Schirm haben: Man steht hier auf absolut historischem Boden. Die Axamer Lizum wurde damals eigens für die Olympischen Winterspiele aus dem Boden gestampft – und war gleich zweimal (1964 und 1976) die spektakuläre Bühne für die Weltelite. Heute geht es hier zwar deutlich entspannter zu, aber dieser olympische Spirit schwingt in der gewaltigen Kulisse immer noch mit. Zu allem Überfluss wurden wir am Trailhead noch von einer Herde tiefenentspannter Haflinger begrüßt. Berge, Olympia-Geschichte, Pferde und Sonnenschein: Besser kann ein Trip wirklich nicht anfangen.


Echt wichtiger Veylumo-Pro-Tipp vor dem ersten Schritt: Wenn du mit der Liftkarte unterwegs bist, zieh am Automaten unbedingt das kostenlose Parkticket! Das übersieht man in der Vorfreude extrem schnell, spart aber mühsam verdiente Euronen für die Hütteneinkehr.
Das ständige „Gleich sind wir da!“
Angeschrieben war die Runde mit rund 2,5 Stunden. Unser Zweckoptimismus rechnete das natürlich sofort auf geschmeidige zwei Stunden herunter. Ging sich absolut nicht aus. Nicht etwa, weil die Strecke eine tödliche Hochtour wäre, sondern weil sie dich spielerisch an der Nase herumführt und deutlich mehr auf dem Kasten hat, als sie auf den ersten Blick verrät: mehr Höhenmeter, mehr Geröll, mehr Gegenanstiege und ganz viel „Gleich haben wir es geschafft!“.


Schon der erste Anstieg ließ den Puls verlässlich hochschnellen – perfekt, um direkt auf Betriebstemperatur zu kommen. Danach folgt die optische Täuschung der Tour: Das Birgitzköpflhaus spitzt immer wieder zwischen den Felsen hervor. Du zeigst drauf, sagst „Schau mal, nur noch ein Katzensprung!“ und freust dich schon. Tja, denkste!
Ein besonders schöner und ruhiger Abschnitt führte uns über den David-Lama-Gedenkweg. Ein Ort zum Durchatmen und Innehalten, der an den legendären, viel zu früh verstorbenen Bergsteiger erinnert. Zwischen den mächtigen Felsformationen bekommt so ein Pfad eine ganz eigene, ehrfürchtige Stimmung.



Hochtennboden & die Geröll-Challenge im Talkessel
Oben an der Hochalm Hochtennboden zündet die Landschaft dann die nächste Stufe: Schroff aufragende Felswände, dramatische Kulisse und ein gigantischer Tiefblick hinunter ins Inntal. Spätestens hier wird klar, warum ordentliche Trekking-Schuhe auf dieser Runde Gold wert sind. Schotter, lose Steine und knackige Anstiege verzeihen Schlappen oder ausgelatschte Sneaker nur schwer.


Trekking-Schuhe mit gutem Grip entdecken

Nach dem Panorama ging es wieder hinunter in den Talkessel, wo uns eine größere Wandergruppe entgegenkam. Ab hier wurde der Trail spürbar ruppiger. Lockere Geröllfelder verlangen volle Konzentration bei jedem Schritt. Wer hier zu schnell oder unaufmerksam unterwegs ist, macht schneller Bekanntschaft mit dem Schotter, als ihm lieb ist. Da die Sonne ordentlich knallte und die freien Abschnitte kaum Schatten bieten, ist eine gefüllte Trinkflasche dein bester Freund.


Robuste Trinkflasche für die Tour einpacken

Speichersee, Widdersberg & das gemeine Höhenmeter-Faking
Am nächsten Kamm wechselte die Perspektive erneut: genialer Blick auf den glitzernden Speichersee (der im Winter für die Beschneiung sorgt), zurück zur Axamer Lizum und weit hinein ins Inntal. Die Tour lebt genau von diesen Wechseln: Mal schaust du steil in die Felsen, mal tief hinunter ins Tal. Wer hier für Social Media oder das persönliche Erinnerungsalbum Content schießt, sollte definitiv ein leichtes Handystativ im Rucksack haben. Und weil Komoot, Fotostopps und 4K-Videos den Handy-Akku verlässlich leerziehen, rettet eine Powerbank die Navigation.

Kompaktes Handystativ für Bergfotos

Powerbank für unterwegs sichern

Am Widdersberg vorbei schien das Birgitzköpflhaus wieder greifbar nah. Doch die Tour hatte noch ein Ass im Ärmel: Statt direktem Endspurt ging es erst einmal wieder bergab in eine Senke mit traumhaftem Blick ins Wipptal – nur um uns direkt danach einen richtig knackigen Schlussanstieg vor die Füße zu knallen! Ohne Sonnenhut verbrutzelt man sich auf diesen freien Kammabschnitten leicht den Kopf.


Leichte Baseballkappe gegen die Bergsonne ansehen

Endstation Birgitzköpflhaus: Belohnung & Lift-Rettung

Kurz vor 16:00 Uhr spürten wir die Oberschenkel brennen, rochen aber gedanklich schon das kühle Kaltgetränk und das Hüttenschnitzel. Der Mann am Lift gab die erlösende Nachricht: „Der letzte Sessellift fährt um 16:45 Uhr!“ Punktlandung!

Kurz durchatmen, Panoramen aufsaugen, Einkehr genießen – und dann tiefenentspannt mit dem kleinen Sessellift nach unten schweben. Denn nach diesem ständigen Hoch und Runter war für uns glasklar: Runter laufen? Auf gar keinen Fall mehr heute!
Deine Veylumo-Packliste für den Rucksack:
- Trekking-Schuhe: Unverzichtbar für den Halt im losen Geröll und bei den steilen Abschnitten.
- Trinkflasche: Pflichtutensil an sonnigen Tagen auf offenen Kämmen.
- Sonnenhut & UV-Schutz: Schützt verlässlich auf den baumlosen Wegen.
- Handystativ & Powerbank: Damit dein Smartphone für GPS und Erinnerungsfotos bis zum Schluss durchhält.
- Windjacke & Kleine Snacks: Für frischen Wind am Kamm und den schnellen Energieschub zwischendurch.
(Hinweis: Bei einigen Links handelt es sich um Affiliate-Links. Wenn du darüber etwas kaufst, unterstützt du unseren Blog mit einer kleinen Provision – für dich bleibt der Preis natürlich absolut gleich!)
Basecamp gesucht? Unterkunft rund um Axams & Innsbruck
Egal ob spontaner Trip oder langes Bergwochenende: In den gemütlichen Orten Axams, Birgitz, Götzens oder direkt in der quirligen Universitätsstadt Innsbruck schläfst du perfekt, bist blitzschnell in der Axamer Lizum und hast das Inntal direkt vor der Haustür.
Traum-Unterkunft nahe Axamer Lizum finden
Unser ehrliches Fazit
Die Wanderung von der Axamer Lizum zum Birgitzköpflhaus verpackt erstaunlich viel „echtes Berggefühl“ in ein überschaubares Zeitfenster. Mit trittsicheren, wandererprobten Kids und fitten Hunden ist die Tour ein super Abenteuer – die steilen Geröllfelder sollte man dabei aber nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wer Felskulissen, ständige Perspektivwechsel und eine gemütliche Einkehr liebt, kommt hier voll auf seine Kosten.

Unser persönliches Resümee: Eine fantastische Tour mit leichten Fehleinschätzungen bei den Gehzeiten – aber mit dem absolut klaren Sieger-Gedanken am Ende: Runter nehmen wir den Lift! 😉
Quick-Facts auf einen Blick:
- Start & Ziel: Axamer Lizum → Birgitzköpflhaus (Tirol, nahe Innsbruck)
- Dauer: Angeschrieben ca. 2,5 Std. (lieber etwas Puffer einplanen!)
- Charakter: Aussichtsreiche Bergtour, Trittsicherheit erforderlich, teils steiles Geröll & Gegenanstiege
- Highlights: Haflinger-Weide, David-Lama-Gedenkweg, Hochtennboden, Speichersee, Inntal- & Wipptalblick
- Tipp: Gratis-Parkticket bei Liftticket unbedingt ziehen & Schlusszeiten des Sessellifts vorab checken!

